Geschockt, baff und konsterniert waren sie alle, die rund 35.000 Stuttgarter Anhänger, die dem VfB im Heimspiel gegen Freiburg die Daumen gedrückt hatten - bis zum Schluss, bis zum bitteren Ende. Mit 1:0 verloren die Hausherren das Derby, stecken damit weiterhin in der unerbittlichen Abstiegszone fest. Es gibt, so scheint es, vorerst kein Entrinnen.
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Stuttgart. Er hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Und vollstreckte - vergeblich. Der eingewechselte Martin Harnik, Top-Joker der Bundesliga, auch er versagte im Spiel gegen den SC Freiburg. In der 89. Minute kann der Österreicher das Spielgerät nicht ins leere Tor befördern, stattdessen trifft der Ball den Außenpfosten. Ein Stich ins Herz der bangenden Fans, der Todesstoß an diesem aus Stuttgarter Sicht tristen Sonntagnachmittag.
Engagierter Beginn, Schock nach Gegentor
Dabei spielte der VfB Stuttgart von Beginn an engagiert, durchaus mit Zug zum Tor. Doch Torchancen wurden oftmals nicht zwingend genug ausgespielt, so blieben die Angriffsbemühungen des VfB weitestgehend harmlos.
Freiburg spielte unbeeindruckt auf, mit sachlichem, konstruktivem Aufbauspiel. Die Folge: Johannes Flums Führungstreffer (24.) zum 1:0, der nach schöner Vorbereitung von Nicu erfolgreich den Torabschluss suchte.
Das hatte Wirkung hinterlassen bei der Truppe von VfB-Coach Bruno Labbadia. Doch anstatt sich nun aufzubäumen, wirkte das Team geschockt, bewegungsunfähig. Zudem ließ die gut organisierte Freiburger Defensive jegliche Bemühungen des Gegners verpuffen.
Hadern mit den Chancen
Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gastgeber kontinuierlich, vor allem das Hereinnehmen von Timo Gebhardt und Martin Harnik sorgte für Schwung. Doch Schipplock (75.) sowie später Harnik (89.) vergaben ihre Möglichkeiten fahrlässig.
Auch Schiedsrichter Dr. Drees sorgte mit einer strittigen Entscheidung für Ärger bei den Schwaben: Der Unparteiische verweigerte nach Butschers Handspiel im eigenen Strafraum den Stuttgartern einen Elfmeter.
"Niemals 2. Liga", titelt die vereinseigene Homepage. Die Zuversicht bleibt, auch wenn sie heute einen schweren Dämpfer erlitten haben dürfte. Der VfB Stuttgart rangiert jedenfalls weiter auf Platz 17, eben auf einem Abstiegsplatz.

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