Montag, 24. Januar 2011

VfB-Orakel: "15 große Schritte liegen noch vor uns"

Vier Punkte aus den ersten zwei Spielen der Rückrunde - das ist die zufriedenstellende Bilanz des VfB Stuttgart. Nach einem hart erkämpften Sieg gegen Mainz und einem glücklichen Unentschieden gegen Tabellenführer Dortmund, steigen die Hoffnungen im Schwabenland auf einen glimpflichen Ausgang einer bislang verkorksten Saison. "Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen nicht nachlassen", so lautet die Botschaft von VfB-Coach Labbadia nach dem 1:1 vom Samstag. 


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Stuttgart. Die Eiszeit beim VfB Stuttgart scheint mitten im Wintermonat Januar schon abgeklungen zu sein. Denn von frostiger Atmosphäre ist bei den Rot-Weißen nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil: Zuversicht ist eingekehrt im Vereinsgelände um die Mercedes-Benz-Arena.

"Das war ein wichtiger Punktgewinn fürs Selbsvertrauen", lobt Trainer Labbadia den Einsatz seiner Mannschaft. Denn in Dortmund kämpfte man gegen die spielerische Dominanz der Borussen eindrucksvoll bis zur letzten Spielsekunde - und kam nach einem 1:0-Rückstand durch Pogrebnyaks Treffer in der Schlussphase noch zu einem nicht unverdienten Punktgewinn!

VfB mit dem Glück des Tüchtigen

Speziell gegen Dortmund muss man den zwar engagiert, aber immer noch zu harmlos auftretenden Stuttgartern jede Menge Glück unterstellen. Denn hätte der Gegner seine Chancen ein wenig konsequenter genutzt,  wäre der VfB im Signal-Iduna-Park wohl unter die Räder des Klassenprimus gekommen. "Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen nicht nachlassen", mahnt Labbadia seine Spieler.

Allen voran Sven Ulreich fiel dem Fußballlehrer positiv auf. Der Torwart gefiel nicht nur durch großartige Reflexe im Tor, sondern strahlte eine beeindruckende, stabilisierende Ruhe aus. Der motivierte Keeper kann nun die Mannschaft mitziehen, zu Höchstleistungen antreiben - wie nach dem Gegentor in Dortmund, als Ulreich seine Vorderleute weiter anfeuerte und als Mutmacher agierte.

Mit harter Arbeit zum Ziel

Auch für die nächste Aufgabe gegen Freiburg hat man sich im Schwabenland so einiges vorgenommen. Wir wollen "mit einem Sieg nachlegen", so Mittelfeldspieler Timo Gebhardt über die Zielsetzung. Der Glaube an sich selbst ist zurückgekehrt, genauso wie die Bereitschaft, alles dem Erfolg unterzuordnen.

Der VfB Stuttgart tritt nun geschlossener auf, Spieler wie Pavel Pogrebnyak, Sven Ulreich oder auch der wiederstarkte Serdar Tasci spüren die Rückendeckung des Trainers. Das war unter den Vorgängern Labbadias nicht immer der Fall. Zudem beweist Labbadia ein glückliches Händchen was das Integrieren neuer Talente angeht. Mit Patrick Funk steht schon der erste ambitionierte, junge Spieler in den Startlöchern. So löste Labbadia die dünne Personaldecke auf der Position des Rechtsverteidigers. Gratulation dafür.

Das VfB-Orakel sagt:

"Mit Mainz und Dortmund bewältigte der VfB Stuttgart zwei ganz schwierige Aufgaben bravourös. Das frisch getankte Selbstvertrauen wird das Team geradezu beflügeln. Das macht Hoffnung auf mehr. Doch nur mit harter Arbeit, mit dem unaufhörlichen Bestreben, immer etwas verbessern zu wollen, kommt der VfB Stuttgart ans Ziel an. Sonst drohen Rückschläge."

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