Düsseldorf. Kein außergewöhnliches Spiel, letztlich stand aber ein verdienter 2:1 Heimsieg für Fortuna Düsseldorf zu Buche. Es war der neunte Heimsieg in dieser Saison, den die Fortuna-Fans an diesem Sonntag Nachmittag gegen den VfL Osnabrück feiern durften. Bei all diesen Siegen hieß der Trainer Norbert Meier. Dass dieser überhaupt noch Trainer in Düsseldorf ist, erscheint bemerkenswert.
Katastrophaler Saisonstart
Schon nach sechs Spieltagen schien die Fortuna wie ein sicherer Abstiegskandidat. Denn alle Spiele wurden verloren, man stand mit dem Rücken zur Wand. Doch der Vorstand von Düsseldorf, in Person von Präsident Peter Frymuth, erinnerte sich an die erfolgreiche Vorsaison, als man nur knapp den Durchmarsch in die 1. Bundesliga verpasste. Das siebte Spiel wurde schließlich gewonnen, und man konnte sich in Düsseldorf auf die Schultern klopfen, dass man den Trainer nicht entlassen hatte.
Mit gereiftem Trainer zur Heimmacht
Dieser Trainer wirkt ausgeglichen und unbeeinflussbar wie nie zuvor. Norbert Meier blieb besonnen, als sein Trainerstuhl schon halber abgesägt war und führte die Fortuna schnell in ruhigere Fahrwasser. Besonders die Heimstärke ist dabei zu erwähnen. Erst drei Mal verlor man zu hause, alle anderen Spiele wurden gewonnen. Zumal die Niederlagen noch aus der chaotischen Anfangsphase der Saison stammen.
Vorbild für andere Vereine
Inzwischen steht Fortuna Düsseldorf im Mittelfeld der Tabelle, hat nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun und könnte gegebenenfalls sogar nochmal in den Aufstiegskampf eingreifen. In Düsseldorf ließ man den Trainer machen, weil man von seinen Qualitäten überzeugt war. Man setzte auf Meier, der einen einzigartigen Bund zwischen Spielern, Trainer und Fans schloss. Bei Borussia Mönchengladbach oder dem VfB Stuttgart beispielsweise, entließ man den Trainer und hoffte auf die Wende. Schon im kommenden Jahr könnte es zu einem Kräftemessen dieser Vereine mit Fortuna Düsseldorf kommen.
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