Wolfsburg. Der Stuhl von McClaren war bereits seit mehreren Wochen äußerst wackelig, nachdem die Mannschaft diese Saison die Erwartungen weit verfehlte und im Moment sogar im Abstiegskampf steckt. Auf diese äußerst prekäre Situation reagierte der Verein nun und entließ den Engländer, der in seiner Heimat nur als "Trottel mit dem Regenschirm" bezeichnet wird.
Diego zeigt fehlende Autorität McClarens
Das Kindergarten-Theater von Superstar Diego am vergangenen Spieltag, als der Brasilianer unbedingt einen Elfmeter schießen wollte, obwohl McClaren eindeutig die Anweisung gegeben hatte, Neuzugang Patrick Helmes solle den Strafstoß ausführen, hat eindeutig gezeigt, dass der Respekt in der Mannschaft vor McClaren sehr begrenzt war. McClaren hatte nach dieser Szene getobt, vielleicht auch weil er wusste, dass sie ihm endgültig den Genickstoß versetzt hat.
Doch auch vor dem vergangenen Spieltag und sogar vor dem Verkauf von Topstürmer Edin Dzeko war in Wolfsburg die hochgesetzte Messlatte in dieser Saison nicht erreicht worden. Statt um internationale Plätze oder gar die Qualifikation für die Champions League zu spielen, irrten die "Wölfe" lange Zeit im Mittelfeld der Tabelle umher, ehe sie nun sogar in das untere Tabellendrittel und in gefährliche Nähe zum Relegationsplatz, auf dem mit einem Rückstand von gerade mal 4 Punkten der 1.FC Köln weilt, gerutscht waren.
Rangnick wird als Nachfolger gehandelt
Als Option für die Nachfolge McClarens tauchte sofort ein Name auf: Ralf Rangnick. Der gebürtige Backnanger hat bei seinen letzten Trainerstationen in Schalke und vor allem in Hoffenheim eindrucksvoll gezeigt, dass er in der Lage ist, aus einem mehr oder weniger bunt zusammengewürfelten Haufen von Spielern ein Team zu formen. Diese Aufgabe würde ihn in Wolfsburg ebenfalls erwarten - jedoch dürfte sie um einiges schwerer sein als noch im Kraichgau.
Was glaubt Ihr? Ist Ralf Rangnick der richtige Mann für Wolfsburg oder soll Littbarski bis zum Saisonende Trainer bleiben?
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