Freiburg. Die Angst vor den hohen Erwartungen, das Bangen vor dem Absturz - die Freiburger haben es in den Tagen des Erfolgs nicht leicht. Denn der weckt bekanntlich Begehrlichkeiten. Trainer Robin Dutt, das ist nunmehr offiziell, wird die Breisgauer am Saisonende verlassen. Der eloquente Coach mit seiner ruhigen, sachlichen Art, der die Dinge direkt anspricht und so manches Mal auch impulsiv werden kann, der Macher in Freiburg, geht.
In Leverkusen wird er die Nachfolge von Jupp Heynckes antreten. Rund eine Million Euro überweist Bayer Leverkusen den Freiburgern für den neuen Trainer, um Dutt vorzeitig aus seinem laufenden Kontrakt mit Freiburg zu eisen. "Robin Dutt war immer unser erster Ansprechpartner für die Nachfolge von Jupp Heynckes - egal ob 2011 oder 2012", kommentierte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler den Deal. Beim SC Freiburg darf ein Bundesliga-Novize das Ruder in die Hand nehmen: der bisherige Reserve-Trainer Marcus Sorg.
Folgt auch Toprak Bayers Ruf?
Robin Dutt, da sind sich die Experten einig, prägte das Freiburger Spiel von Grund auf. Neuer Coach, neues Glück heißt es nun. Doch unter dem neuen Trainer Sorg können auch die gesamte Philosophie, die ganze Spielanlage verloren gehen. Verpufft durch den Trainerwechsel womöglich der Erfolg im Breisgau? In Freiburg lässt man Dutt "schweren Herzens" ziehen. "Robin Dutt ist noch ein recht junger Trainer, und da ist es völlig normal, dass er eine solche Chance wahrnimmt", bleibt Freiburg-Kapitän Butscher jedoch sehr gelassen. Das Team sei "nicht aus allen Wolken gefallen", als Dutt seinen Wechsel bekanntgab; man habe schon etwas "geahnt", so Butscher.
Doch auch Freiburger Spieler sind ins Visier der Leverkusener Späher gerückt. Der 21-jährige Innenverteidiger Ömer Toprak steht auf Bayers Wunschliste ganz oben. "Wir haben schon seit vier Jahren Interesse an Ömer Toprak", bestätigte Leverkusens Geschäftsführer Holzhäuser gegenüber dem kicker. Da Leverkusen bereits eine Optionszahlung geleistet hat, soll Toprak spätestens im Sommer 2012 nach Leverkusen wechseln. Dort kann das Defensivtalent die Nachfolge des alternden Sami Hyppiä antreten. Glück für Freiburg bei all dem Trubel, dass Leverkusen "keine weiteren Spieler des SC Freiburg" auf dem Zettel hat.
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