Hiobsbotschaft für die Anhänger des VfB Stuttgart: Nachwuchsstürmer Sven Schipplock wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Schwaben nicht verlängern. Um mehr Einsatzzeiten zu bekommen, wird Schipplock wohl nach Nürnberg gehen - und dort die Nachfolge von Julian Schieber antreten.
Stuttgart. Die Zeit von Stürmer Sven Schipplock beim VfB Stuttgart ist abgelaufen. Auf der Suche nach Einsatzzeiten wird der 22-Jährige die Schwaben verlassen, womöglich unterschreibt er zur neuen Saison beim 1.FC Nürnberg, wo intensiv nach einem Nachfolger für den scheidenden Angreifer Julian Schieber gefahndet wird.
Konkurrenz im Sturm zu groß
Ausgerechnet Schieber könnte der ausschlaggebende Punkt für Schipplocks Wechsel sein. Denn der nach Nürnberg ausgeliehene Schieber kehrt im Sommer nach Stuttgart zurück – und sorgt für einen krassen Konkurrenzkampf im Sturm des VfB. „Die Konkurrenzsituation im Sturm wird beim VfB zur neuen Saison noch schärfer werden. Da sind jetzt schon nur gestandene Spieler. Deshalb werde ich wechseln“, begründet Schipplock gegenüber dem kicker seine Entscheidung. Denn mit Cacau, Pogrebnyak und Schieber haben in der neuen Spielzeit wohl gleich drei Spieler die Nase vorn – da ist kein Platz mehr für ihn, meint der 22-Jährige, zumal auch Harnik und Okazaki im Zentrum spielen können und Ciprian Maricas Zukunft noch nicht beschlossene Sache ist.
Bobic bedauert Schipplocks Abgang
Das Management der abstiegsbedrohten Schwaben trifft Schipplocks Entscheidung hart, ist es doch die Stuttgarter Vereinsphilosophie, junge Spieler zu fördern. Gerne hätte man es beim VfB gesehen, wenn Schipplock seinen Kontrakt verlängert und nur leihweise das Weite gesucht hätte. Doch ein entsprechendes Vertragsangebot, das man dem Nachwuchsmann Anfang dieses Jahres vorgelegt hatte, schlug Schipplock aus. „Er wird seinen Vertrag nicht verlängern. Das ist zwar schade, aber ich bin mir sicher, dass Sven trotzdem weiterhin alles geben wird im Saisonendspurt“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic dem kicker. Und der Youngster kann sich bei seinem Abgang und einem möglichen gleichzeitigen Klassenverbleib der Schwaben zurecht feiern lassen, sicherte er dem VfB beispielsweise durch sein Tor bei St. Pauli wichtige Punkte im Abstiegskampf.

1 Kommentar:
Im Artikel wird von der "Stuttgart Vereinsphilosphie" gesprochen. Ich halte das für, erzählt man doch seit Jahren etwas von wichtiger/guter jugendarbeit, aber auf die jugend wirklich gesetzt wird leider nur in notsituationen.
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