Bremen. Vor allem die Aufstellung von Schalke-Coach Rangnick überraschte, er brachte mit Charisteas und Danilo Avelaar zwei Spieler von Beginn an, die noch wenig beziehungsweise keine Spielpraxis in der Rückrunde bekommen hatten. Außerdem begann Julian Draxler, in der Innenverteidigung spielten "Maskenmann"Metzelder und Höwedes gemeinsam, Raul begann als hängende Spitze hinter Charisteas, auf den Flügeln spielten Farfan und Draxler. Bei Werder spielte Pasanen in der Innenverteidigung neben Per Mertesacker, im Mittelfeld sollten vor allem Wesley und Marin für Wirbel im Angriff sorgen und die beiden Angreifer Pizzaro und Wagner bedienen.
Bremen mit Akzenten, Tor zählt nicht
In der Anfangsphase brauchte das Spiel etwas, bis es ins Rollen kam, nach etwa 10 Minuten hatte zunächst Draxler für Schalke die Chance, scheiterte jedoch an Tim Wiese, ehe dann in der 11. Minute der Ball im Schalker Tor landete - der Treffer zählte jedoch nicht. Schiedsrichter Knut Kircher entschied auf Freistoß für Schalke, da Manuel Neuer zuvor behindert worden sein soll. In der Folge hatte Bremen klare Feldvorteile und deutlich mehr Ballbesitz, konnte jedoch aus dieser Überlegenheit kein Kapital schlagen.
In der Halbzeit reagierte Schalke-Coach Rangnick auf die Passivität seines Teams und brachte Edu für den gelb-rot gefährdeten Charisteas sowie Jurado für den ebenfalls verwarnten Papadopoulos. Auch in der zweiten Hälfte war jedoch zunächst Bremen die überlegene Mannschaft, so dass es nach einem Foul von Höwedes an Pizzaro einen Foulelfmeter gab, den Sandro Wagner zum 1:0 verwandelte. Schalke jedoch ließ sich nicht schocken und nur 4 Minuten später erzielte Edu das 1:1.
Bremen bemüht, Schalke hat die Chancen
In der Folge war Bremen anzusehen, dass sie die drei Punkte an der Weser lassen wollten, sie investierten deutlich mehr ins Spiel. Schalke jedoch stand weiterhin sehr sicher, und hatte selber die besseren Chancen, wie durch Draxler kurz nach dem Ausgleich. Der Ball landete zwar sogar im Bremer Tor, es zählte jedoch nicht, da Edu, der mit dem Kopf für Raul vorgelegt hatte, im Abseits gestanden war. Bremen hatte noch eine Konter-Chance, doch der eingewechselte Arnautovic verfehlte das Tor knapp.
So blieb es am Ende bei einem 1:1-Unentschieden, das den Bremern nicht wirklich hilft im Kampf gegen den Abstieg. Jedoch ist der Vorsprung, den Werder Bremen jetzt als 11. mit 35 Punkten auf den 16.Rang hat, mit 6 Punkten recht komfortabel, so dass mit großer Wahrscheinlichkeit die Katastrophe aus Bremer Sicht verhindert werden kann. Schalke liegt mit 5 Punkten Vorsprung auf Bremen einen Platz vor der Mannschaft von Thomas Schaaf auf Rang 10.
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