Frankfurt. 55 Tage, sieben Spiele, keinen Sieg, drei Unentschieden - das war zu wenig und deshalb stieg Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende nach einer 1:3-Pleite in Dortmund zum vierten Mal aus der ersten Bundesliga ab. So grotesk es klingen mag, die Verpflichtung von Christoph Daum war der Anfang vom Ende für die Hessen. Nach einer überzeugenden Hinrunde hatten die Frankfurter noch Hoffnung auf einen Start in der Europa League in der kommenden Saison, aber eine beispielslos schwache Rückrunde brachte letztlich den Abstieg.
Comeback gescheitert
Nach einer Niederlagenserie schien Michael Skibbe die Wende mit seinem Team geschafft zu haben, als die Frankfurt gegen den FC St. Pauli mit 2:1 den ersten Rückrundensieg einfuhren. Dass es der letzte gewesen sein sollte, daran wollte damals niemand glauben. Zur Verwunderung vieler wurde ausgerechnet nach diesem Sieg Michael Skibbe entlassen und Christoph Daum für den Trainerposten verpflichtet. Der Bundesliga-Rückkehrer, als großer Motivator bekannt, schaffte es aber nie wirklich seine Mannschaft zu erreichen, jedenfalls war davon auf dem Platz im Spiel nichts zu sehen.
Theofanis Gekas konnte er nicht aus dessen "Denk-Gefängnis" befreien, das er den Zuschauern im "aktuellen Sportstudio" darstellte. Auch das Zitieren von Winston Churchill brachte unter dem Strich keine Besserung hervor, weshalb Daum nun als Trainer der großen Phrasen bei der Eintracht in Erinnerung bleiben wird. Dass Christoph Daum nicht die alleinige Schuld am Abstieg der Frankfurter trägt, ist klar, zu viele Spiele wurden in dieser Saison ohne die nötige Leidenschaft und spielerische Klasse bestritten. Dennoch hat der Mythos Christoph Daum durch diese 55 Tage bei Eintracht Frankfurt empfindliche Kratzer erlitten.
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