Freitag, 20. Mai 2011

VfB: Die Gründe für Staudts Rückzug - die Pläne des Nachfolgers


Vor wenigen Stunden gab VfB-Präsident Erwin Staudt auf einer Pressekonferenz bekannt, dass er ab Juli nicht mehr für das Amt zur Verfügung stehen wird. Seine Nachfolge wird wohl Gerd E. Mäuser antreten. Mäuser artikulierte heute den Wunsch, in Zukunft verstärkt auf die Jugend zu setzen und das Konzept der "jungen Wilden" wieder aufleben zu lassen.


Stuttgart. "Ich habe mich entschieden, nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Präsident des VfB Stuttgart zur Verfügung zu stehen. Nachdem ich im August des vergangenen Jahres auch zum ersten Mal Großvater wurde, werde ich meinen persönlichen Fokus in Zukunft nicht mehr auf meinen Beruf, sondern auf mein Privatleben legen", begründete der scheidende VfB- Präsident Erwin Staudt seinen Abtritt. Dabei kann er auf acht durchaus erfolgreiche Jahre beim VfB Stuttgart zurückblicken.

Mit der Fertigstellung der Arena schließt sich der Kreis

Sportlich war der Gewinn der Meisterschaft im Jahr 2007 der Höhepunkt, auch die zahlreichen Europapokalteilnahmen zählten zu den Highlights seiner Amtszeit. Am wichtigsten ist Staudt aber die Arena, die kurz vor der Fertigstellung steht. "Für mich schließt sich mit der Fertigstellung der Mercedes-Benz Arena der Kreis", sagt Staudt. Auch wirtschaftlich steht der Verein auf gesunden Beinen da, der VfB ist schuldenfrei. Intern ist man voll des Dankes für Staudt, von außen gab es zuletzt Unmutsbekundungen. Insbesondere sein drastischer Sparkurs bei Transfers wurde von den Fans hart kritisiert.

Nachfolger Mäuser und seine Ziele

Der Verein hat sich bereits Gedanken über einen möglichen Nachfolger für das Präsidentenamt gemacht. Gerd E. Mäuser, der seit 2002 Aufsichtsratmitglied beim VfB ist, soll so den Mitgliedern zur Wahl vorgeschlagen werden. Mäuser hat sich die Wiederbelebung des Konzepts der „jungen Wilden“ auf die Fahnen geschrieben. Zudem hat er vor, die Trainingsstrukturen weiter zu professionalisieren und die Fans in Entscheidungsfindungsprozesse mehr einzubinden. 

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