Stuttgart. Urlaub dürfte bei Sportdirektor Fredi Bobic momentan nicht auf der Agenda stehen, schließlich liegt es an dem ehemaligen Stürmer den größten Umbruch im Spielerkader des VfB Stuttgart der letzten Jahre durchzuführen und voranzutreiben. Dafür steht dem Sportdirektor aber nur ein ziemlich begrenztes Budget zur Verfügung, beim VfB ist nach dem Verpassen der Europapokal-Plätze Sparen angesagt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als man regelmäßig in Europa League oder Champions League vertreten war, fallen diese wertvollen Einnahmen in diesem Jahr weg.
Zahlreiche Großverdiener
Diese Lücke will man unter anderem dadurch schließen, indem man Großverdiener zum Verkauf freigibt, zudem zahlreiche dieser Spieler in den vergangenen Jahren keine herausragende Rolle im Team spielten. Ciprian Marica soll wohl den Verein verlassen, allerdings ist fraglich, ob der Rumäne seinen gut dotierten Vertrag bei den Schwaben mit der Perspektive auf Erfolge gegen einen mittelmäßigen Verein, wo er schlechter bezahlt würde, eintauschen will. Außerdem betonte der Stürmer stets, dass er sich in Stuttgart sehr wohl fühle. Sturmkollege Pogrebnyak muss den Verein nicht verlassen, flattert ein gutes Angebot ins Haus wäre man aber auch hier zumindest von Vereinsseite aus nicht abgeneigt.
Julian Schieber kehrt zurück
Als Ersatz für den Sturm steht Rückkehrer Julian Schieber bereits fest. Der von vielen Experten als kommender Nationalspieler gehandelte Schieber gilt als großer Hoffnungsträger bei den Schwaben. Als Leihspieler führte er den 1. FC Nürnberg zu einer erfolgreichen Saison und auch schon vor diesem Jahr konnte er im Dress des VfB Stuttgart sein Potential immer wieder andeuten. Ob der VfB in diesem Mannschaftsteil noch einmal aktiv wird auf dem Transfermarkt hängt davon ab, ob und für wie viel Geld man die anderen Stürmer loswird.
Im Tor wird es derweil keine Veränderungen geben. Sven Ulreich gilt nach seinen großartigen Leistungen in der Rückrunde als gesetzt, zumal er nach seiner kurzzeitigen Ausbootung bewiesen hat, dass er mit Rückschlägen umgehen und daraus lernen kann. Hinter ihm bleibt Marc Ziegler die Nummer zwei. Anders sieht da die Situation in der Abwehr aus, wo Trainer Labbadia wohl eine Umstellung plant. Medienberichten zufolge steht eine Verschiebung von Christian Träsch auf die Position des rechten Verteidigers bevor, Khalid Boulahrouz, der diese Rolle in der Rückrunde spielte, könnte bei einem entsprechenden Angebot den Verein wohl verlassen. Der Niederländer konnte sich in seiner Stuttgarter Zeit erst in der vergangenen Rückrunde konstant in der Startformation etablieren, zudem wird er immer wieder von Verletzungen heimgesucht. Die Ausleihe von Philipp Degen vom FC Liverpool endet nach einem enttäuschenden Jahr in Stuttgart in diesem Sommer.
Mittelfeld bereits im Winter verstärkt
Das Mittelfeld der Stuttgart wurde bereits im Winter durch Tamas Hajnal, der nun fest verpflichtet wurde, und Shinji Okazaki verstärkt. Sollte Träsch in die Abwehr rücken, müsste man über einen Ersatz auf der Position vor der Abwehr nachdenken. Elson verlässt zwar den Verein, allerdings spielte der Brasilianer unter Labbadia keine große Rolle mehr. Für den Flügel konnte bereits Ibrahima Traoré verpflichtet werden, der sich im Kampf um einen Stammplatz einer großen Konkurrenz stellen muss. Auch im Mittelfeld gilt, Fredi Bobic kann nur handeln, wenn er auf Transfererlöse zurückgreifen kann. Fest steht aber, Urlaub muss beim Sportdirektor der Schwaben vorerst hinten an stehen.

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