Mittwoch, 18. Mai 2011

VfB Stuttgart: Jung und Rode im Anflug?

Der Klassenverbleib ist gesichert, nun laufen beim VfB Stuttgart die Planungen für die neue Spielzeit an. Mit Ibrahima Traoré steht der erste Neuzugang bereits fest - weitere sollen bald folgen. Auf dem Schirm der Stuttgarter sind offenbar die 20-jährigen Frankfurter Talente Sebastian Jung und Sebastian Rode gelandet.



Stuttgart. „Bewegung tut gut“, zog Fredi Bobic, Sportdirektor des VfB Stuttgart Bilanz nach einer desaströsen Bundesligasaison mit glimpflichem Ausgang. „Wir wollen Dinge auffrischen“, kündigte er an. Das gilt auch für den Bundesligakader. Es weht ein frischer Wind in Stuttgart. Mit Sven Schipplock, Elson, Philipp Degen und wohl auch Ciprian Marica stehen bereits vier Abgänge fest und es ist wahrscheinlich, dass weitere folgen werden.

Zwei Frankfurter Absteiger auf dem Schirm

Doch auch Verstärkungen sind – im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten – vorgesehen. Neuzugänge sollen dabei ins neue Beuteschema der Stuttgarter passen, dass Trainer Bruno Labbadia zuletzt gegenüber der Stuttgarter Zeitung definierte: „Ich möchte in Zukunft mit Spielern zusammenarbeiten, die richtig Lust auf Fußball haben und die leistungsbereit sind. Wir brauchen Profis mit einem Topcharakter, einer Topeinstellung, die zudem auch sehr gut spielen können. Man muss dabei aber auch die Geduld haben, junge Spieler in ihre Rolle reinwachsen zu lassen“, sagte der Coach. In dieses Sieb fallen wohl auch Sebastian Jung und Sebastian Rode vom Absteiger Eintracht Frankfurt.

Finanzieller Spielraum eingeschränkt - geht Träsch?

Insbesondere der erst 20-jährige Sebastian Jung gilt als großes Verteidigertalent, spielt bevorzugt auf der rechten Abwehrseite, wo der junge Celozzi beim VfB zuletzt wenig Druck auf Stammspieler Boulahrouz ausüben konnte. Doch Jung dürfte nicht ganz billig zu haben sein, er genießt bei der Eintracht einen hohen Stellenwert und dürfte über drei Millionen Euro kosten. Sein Kollege Sebastian Rode ist ebenfalls erst 20 Jahre alt, spielt im zentralen Mittelfeld und könnte in Stuttgart die Rolle des umworbenen Christian Träsch übernehmen. Das Problem der Stuttgarter: In der Börse des schuldenfreien Klubs herrscht nach dem Stadionumbau Ebbe. „Wir müssen das Geld, das wir auf dem Transfermarkt ausgeben wollen, auf der Gegenseite auch einnehmen“, sagt Labbadia gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Verlängert Träsch also seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht bald, ist ein Verkauf das einzig Sinnvolle. Dem VfB aber läuft in Sachen Transfers einmal mehr die Zeit davon.

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