Samstag, 12. März 2011

Ein Unentschieden, das keinem wirklich hilft

Gespannt blickten die Teams aus dem Tabellenkeller am Abend nach Bremen, wo Werder Borussia Mönchengladbach zum Abstiegskrimi empfing. Nachdem am Nachmittag Kaiserslautern als einziger Abstiegskandidat gewinnen konnte, hatten beide Vereine die Chance mit dem jeweils zweiten Sieg in Folge einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Der 16-er war Zeuge eines Spiels, dass vor allem von der Spannung lebte.

Bremen. Beide Teams gingen mit dem Selbstvertrauen eines Sieges aus der letzten Woche und dementsprechend engagiert ins Spiel. Vor allem die Bremer wollten von Beginn an nichts anbrennen lassen und zeigten in der ersten Halbzeit Offensiv-Fußball wie wir ihn aus besseren Bremer Zeiten noch kennen. Mönchengladbach beschränkte sich zunächst ausschließlich aufs Verteidigen, was die von Trainer Favre zurückhaltend eingestellte Elf mit viel Kampf auch ganz gut machte.

Werder Bremen erspielte sich in den ersten 45 Minuten zahlreiche Chancen, aber Bargfrede, Pizzaro und Wagner vergaben diese im Minutentakt. Es dauerte bis zur 30. Minute, als Sandro Wagner nach herrlicher Kombination über mehrere Stationen im Mittelfeld zum wichtigen 1:0 für den Gastgeber traf. Mönchengladbach hatte bis zur Halbzeitpause kaum nennenswerte Chancen und beschränkte sich weiterhin aufs Tore verhindern.

Die zweite Halbzeit verlief deutlich ausgeglichener, wobei nun auch die Gäste begannen Chancen zu kreieren. Nur selten kamen die Fohlen allerdings über die Strafraumgrenze hinaus, auch weil sich die Werder-Abwehr stark Form verbessert zeigte. Das Spiel lebte zu diesem Zeitpunkt vor allem von der Spannung wegen des knappen Spielstands, denn die Bremer hätten längst mit mehreren Toren führen müssen.

Das Spiel nahm ab der 80. Minute noch einmal an Fahrt auf. Nachdem Bremen bis dato wie der sichere Sieger aussah, gab es nun mehr Chancen für die Borussia. In der 86. Minute scheiterte Reus nur an Schlussmann Tim Wiese, eine Minute später landete eine missglückte Flanke am Bremer Pfosten. Nachdem Werder eine letzte Konterchance durch Arnautovic vergab, traf Dante per Kopf nach einem Freistoß durch Arango mitten ins Bremer Herz.

Mönchengladbach kann mit dem 1:1 nach diesem Spielverlauf sicherlich zufrieden sein, bei den Bremern hingegen ist die Enttäuschung nach der besten Leistung der letzten Wochen groß. Dennoch hilft das Unentschieden der Schaaf-Elf ein wenig mehr im Kampf um den Klassenerhalt als den Gästen aus Mönchengladbach, die weiter die Rote Laterne tragen müssen.

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