Stuttgart. Der VfB wird auf den Sieg drängen, denn mit einem erneuten Dreier könnten die Schwaben den Klassenerhalt perfekt machen, was angesichts der beiden letzten Gegner (Hannover 96 und Bayern München) den Druck enorm von Mannschaft und Trainer nehmen würde. Und die Zahlen sprechen dafür. Noch nie konnte der Hoffenheim in der Bundesliga gegen den VfB gewinnen, bislang gab es vier Unentschieden und einen Sieg für den VfB Stuttgart gegen die TSG, die sich im Niemandsland der Tabelle aus dem Kampf um den Klassenverbleib ebenso raushält, wie aus dem um internationale Startplätze.
In dieser Saison endete das Hinspiel 1:1, allerdings ist der VfB in den letzten Wochen – abgesehen vom Spiel gegen Kaiserslautern – im Aufwärtstrend. Die Mannschaft von Trainer Labbadia verlor nur eines der letzten 8 Bundesliga-Partien, Hoffenheim konnte lediglich 2 der letzten 10 Bundesligaspiele gewinnen.
Harniks Einsatz noch nicht sicher
Bruno Labbadia würde sicher gerne wieder dieselbe Elf einsetzen wie beim Spiel gegen den HSV. Verzichten muss er jedoch auf Links-Verteidiger Christian Mollinaro, der verletzt ausfällt. Für ihn wird Boka in die Startelf rücken. Außerdem ist ein Einsatz von Stürmer Martin Harnik noch fraglich, da dieser noch an muskulären Problemen laboriert und deshalb zuletzt auch nicht am Training teilnehmen konnte. Goal.com war für euch beim Training der Schwaben am Mittwoch, wobei sich in einem Trainingsspiel herausstellte, dass wohl Daniel Didavi im linken Mittelfeld zum Einsatz kommen wird, während der dort gesetzte Okazaki Harnik auf rechts ersetzen würde. Kapitän Delpierre wird weiter auf der Bank sitzen, Innenverteidiger Georg Niedermeier antwortete auf die Frage, ob er sich nun in der Startelf festgespielt habe mit einem gelassenen „sieht so aus“, fügte aber hinzu, dass müsse man „den Trainer fragen“.
Bei Hoffenheim fehlen neben Mittelfeldmann Salihovic, den Meniskusprobleme plagen, auch die Verletzten Vukcevic und Weis. Somit dürfte Trainer Pezzaiuoli im Mittelfeld wieder auf Ex-VfB-Spieler Sebastian Rudy und Offensivmann Sigurdsson setzen.
Stimmen vor dem Derby
Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart): „Hoffenheim hat keinen Druck und eine spielerisch starke Mannschaft. Sie haben in Leverkusen gut gespielt und lange geführt. Es liegt an uns, dort etwas mitzunehmen. Wir wollen so auftreten, wie in den letzten beiden Spielen.“
Marco Pezzaiuoli (Trainer 1899 Hoffenheim): „Ich komme aus dem Badener Land und weiß um die Emotionen. Es ist das Spiel des Jahres, das auch für die Fans von enormer Bedeutung ist. Ich bin hochmotiviert.“
Andreas Beck (Kapitän 1899 Hoffenheim): „Meine fußballerischen Wurzeln liegen in Stuttgart. Sie sind noch vier Punkte hinter uns. Das soll am besten auch so bleiben. Wir wollen am Ende vor dem VfB stehen."
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